HP-Compaq: Fusion könnte kippen - DER SPIEGEL
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HP-Compaq Fusion könnte kippen

Am Freitag treffen sich die Treuhänder der Packard-Stiftung, um über die Fusion der Computerunternehmen Hewlett-Packard (HP) und Compaq zu beraten. Wenn die Stiftung, HPs größter Aktionär, den Deal ablehnt, könnte dies die Fusionspläne platzen lassen.
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New York - Die zwölf Treuhänder der David and Lucille Packard Foundation treffen sich, um abschließend zu beraten, ob sie der von HP-Chefin Carly Fiorina vorgeschlagenen Fusion mit dem Konkurrenten Compaq zustimmen sollen.

HP-Investoren erwarten die Entscheidung der Stiftung mit Spannung. "Alle beobachten sehr genau, was am Freitag passiert", sagte Sunil Reddy von der Fifth Third Bancorp, einem HP-Großaktionär, dem "Wall Street Journal". "Viele Investoren werden dem Votum der HP-Familien folgen", so Reddy. Die Packard Foundation hält etwa zehn Prozent der HP-Aktien. HPs Chefin Carly Fiorina benötigt für eine Fusion die Zustimmung der Mehrheit der Anteilseigner.

Die Packard-Stiftung hatte im vergangenen Monat die Unternehmensberatung Booz, Allen & Hamilton mit der Erstellung einer Studie zur HP-Compaq-Fusion beauftragt. Die Ergebnisse werden dem Leitungsgremium der Stiftung am Freitag vorgestellt. "Es ist Aufgabe der Treuhänder, das zu tun, was am besten für die Stiftung und langfristig am besten für HP ist", sagte Colburn Wilbur, Mitglied des Packard-Gremiums und ehemaliger HP-Manager.

Nach Informationen des "Journal" werden die Stiftungsmitglieder morgen bereits über die Fusion abstimmen, wenn sie die die Informationen der Booz-Präsentation für ausreichend halten. Sollte dies nicht der Fall sein, werde sich die Entscheidung noch verzögern.

Im vergangenen Monat hatten bereits Walter Hewlett, der Sohn eines HP-Gründers sowie die William and Flora Hewlett Foundation und der William R Hewlett Revocable Trust angekündigt, sie würden gegen Fiorinas Fusionspläne stimmen. Gemeinsam die drei etwa fünf Prozent der HP-Anteile.