Huawei-Gründer Ren Zhengfei im BBC-Interview: "USA können uns nicht zerstören" - DER SPIEGEL
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Huawei-Gründer Ren "Die USA können uns nicht zerstören"

Der Gründer des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei erhebt in einem Interview Vorwürfe gegen die USA: Es geht um die Festnahme seiner Tochter und um Drohungen aus Washington an andere Länder.
Ren Zhengfei (2015)
Ren Zhengfei (2015)

Ren Zhengfei (2015)

Foto: Jean-Christophe Bott/ picture alliance / dpa
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Der Gründer des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei, Ren Zhengfei, hat in einem Interview mit dem britischen Sender BBC unter anderem über den Streit mit der US-Regierung und die Zukunft des Unternehmens gesprochen. "Die USA können uns auf keinen Fall zerstören", sagte er dabei .

Das Justizministerium in Washington hatte Ende Januar erklärt, gegen Huawei vorzugehen: Insgesamt werden Huawei, Konzernmanagerin Meng Wanzhou und zwei Tochterunternehmen in 13 Anklagepunkten Verstöße gegen die US-Sanktionen gegen Iran vorgeworfen. Zwei Huawei-Tochterunternehmen wird zudem in zehn weiteren Anklagepunkten Industriespionage zur Last gelegt.

US-Außenminister Mike Pompeo hatte zudem vergangene Woche andere Länder davor gewarnt, Huawei-Technik zu nutzen. Dazu sagte Ren nun in dem Interview: Selbst wenn die Amerikaner weitere Länder davon überzeugen würden, Huawei vorübergehend nicht zu nutzen, "können wir uns immer noch verkleinern". "Wenn das Licht im Westen ausgeht, wird es im Osten noch immer leuchten. Und wenn es im Norden dunkel wird, gibt es immer noch den Süden. Amerika repräsentiert nicht die Welt. Amerika repräsentiert nur einen Teil der Welt."

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Der Konzerngründer sprach auch über die Festnahme seiner Tochter: Die Huawei-Managerin Meng Wanzhou war Anfang Dezember auf Betreiben der USA in Kanada festgenommen worden; ihr wird vorgeworfen, auf betrügerische Weise Sanktionsrecht verletzt zu haben. Meng ist zwar mittlerweile auf Kaution frei, das Verfahren zu ihrer Auslieferung an die USA läuft aber noch. Bei einer Verurteilung drohen der 46-Jährigen Jahrzehnte im Gefängnis.

Ren sagte nun der BBC, er weise das Vorgehen der USA zurück: "Diese Art eines politisch motivierten Aktes ist nicht akzeptabel."

Das US-Justizministerium wies den Vorwurf der politischen Motivation zurück. Der Fall Meng Wanzhou sei allein durch Beweise und Gesetze begründet, erklärte Ministeriumssprecherin Nicole Navas in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur Reuters.

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aar/Reuters/dpa