KFZ-AUSRÜSTER Hunzinger-Firma zahlungsunfähig
In diesem Frühjahr wollte Moritz Hunzinger, Chef der PR-Agentur Hunzinger Information AG, die MBB Security Cars als erste deutsche »Sicherheitsaktie« an die Börse bringen. Die Firma sollte innerhalb von fünf Jahren »Weltmarktführer« bei der Fahrzeugpanzerung werden, hatte er vorab vollmundig erklärt. Daraus wird jedoch nichts - vergangenen Monat stellte der Kfz-Ausrüster Insolvenzantrag. Hunzinger, der gern mit einem gepanzerten Golf für rund 150 000 Mark durch Frankfurt fuhr, hatte sich privat mit 70 Prozent an der Ende 1997 gegründeten Firma beteiligt und im vergangenen Jahr seine Anteile auf 47,5 Prozent reduziert; das Emissionshaus Gold-Zack, das den Börsengang vorbereitete, übernahm 25 Prozent. Statt der Millionengewinne, die ihm der Börsengang einbringen sollte, musste Hunzinger 25 Millionen Mark an Banken überweisen: Unvorsichtigerweise hatte er persönlich für die Kredite der MBB Security Cars gebürgt. Die 25 Millionen, tönt der PR-Mann, seien »ohne Einschränkungen zu verschmerzen«, das seien gerade mal »19 Prozent meines Vermögens in cash«.