HVB-Mutterkonzern: Unicredit will Milliardenhilfe vom Staat - DER SPIEGEL
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HVB-Mutterkonzern Unicredit will Milliardenhilfe vom Staat

Die Finanzkrise trifft die Großbank Unicredit hart: Das Institut will in Italien und Österreich Staatshilfe beantragen - es geht um bis zu vier Milliarden Euro. Hoffnung gibt es dagegen für die deutsche Tochter HypoVereinsbank, das Geldhaus ist gut ins Jahr 2009 gestartet.
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Mailand/München - Der Aufsichtsrat der Unicredit   hat Konzernchef Alessandro Profumo ermächtigt, staatliche Hilfen von bis zu vier Milliarden Euro auszuhandeln. Das teilte die italienische Großbank mit. Die Hilfen sollen in Österreich und Italien beantragt werden. Unicredit will damit auf die andauernde Wirtschaftskrise reagieren. Darüber hinaus ist das Institut um weitere Unterstützung bemüht. So will sich die Großbank auch an private Unternehmen wenden.

HypoVereinsbank-Chef Weimer: "Haben die Krise noch nicht hinter uns"

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Die geplanten Staatshilfen entsprechen ungefähr dem Gewinn aus dem Jahr 2008. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Unicredit einen Nettogewinn von 4,01 Milliarden Euro verbuchen. Damit schnitt das italienische Unternehmen besser ab als am Markt erwartet. Im Jahr 2007 hatte die Bank allerdings noch einen Gewinn von rund sechs Milliarden Euro eingefahren. Allein im vierten Quartal ging der Gewinn auf die Hälfte des Vorjahreswerts zurück.

Noch schlechter sind die Geschäfte bei der deutschen Tochter HypoVereinsbank   gelaufen. Das Institut hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 671 Millionen Euro eingefahren. Dafür lief der Start ins Jahr 2009 passabel: Die Monate Januar und Februar seien deutlich besser gelaufen als das vierte Quartal 2008, sagte HypoVereinsbank-Chef Theodor Weimer.

Dennoch stelle sich die Bank nochmals auf ein schwieriges Jahr ein. "Wir glauben nicht, dass wir die Krise hinter uns haben." Da die Gefahr von Firmeninsolvenzen steige, müsse die Risikovorsorge für den Ausfall von Krediten 2009 deutlich erhöht werden. Ein konkreter Ausblick sei nicht möglich. "Vor dem Hintergrund der kalten Duschen, die wir 2008 erlebt haben, ist man besser vorsichtig."

Immerhin: Die HypoVereinsbank sieht sich nicht als Kandidat für das staatliche Banken-Rettungspaket. Mit einer Kernkapitalquote von mehr als 14 Prozent liege die Kapitalbasis der Bank auch im internationalen Vergleich deutlich über dem Branchendurchschnitt, erklärte Vorstandschef Weimer. Angesichts dieser Kapitalausstattung werde ein Antrag auf Unterstützung beim Bankenrettungsfonds Soffin nicht ansatzweise in Betracht gezogen.

wal/dpa

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