Hypo Real Estate: Drei weitere Vorstände vor dem Aus - DER SPIEGEL
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Hypo Real Estate Drei weitere Vorstände vor dem Aus

Der krisengeschüttelten Hypo Real Estate steht erneut ein Umbau ihrer Führungsriege ins Haus: Die Bank will sich von drei weiteren Vorstandsmitgliedern trennen, gegen die Ermittlungsverfahren laufen. Die Bank fürchtet andernfalls einen zu großen Imageschaden.
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München - Groß Reinemachen bei der Hypo Real Estate (HRE): Die Bank wolle sich von allen Top-Managern trennen, gegen die Ermittlungen laufen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Die Strafverfolger der Münchner Staatsanwaltschaft verdächtigen insgesamt neun Manager, an der finanziellen Schieflage der Bank mitschuldig zu sein. Nachdem sechs von ihnen mittlerweile gegangen seien, liefen nun Gespräche über die Zukunft der restlichen drei in der Konzernspitze, heißt es in dem Bericht.

Dabei handle es sich um den ohnehin bald abtretenden Robert Grassinger, die für das Risikomanagement verantwortliche Bettina von Oesterreich sowie um Cyril Dunne. Er ist Vorstandsmitglied ohne Geschäftsbereich und führt die HRE-Tochter Depfa in Irland. Ein HRE-Sprecher wollte zum dem Artikel keine Stellungnahme abgeben.

Ende vergangenen Jahres war bereits der für die Bereiche Capital Markets und Asset Management zuständige Thomas Glynn aus dem Vorstand ausgeschieden, wie vor einigen Tagen bekannt wurde.

Die "SZ" zitiert einen Insider, bei der HRE werde es "genauso kommen wie bei Siemens". Der Technologiekonzern hatte wegen des Korruptionsskandals die gesamte Führungsriege erneuert.

Mitte Dezember hatten die Münchner Staatsanwälte die Ermittlung gegen die HRE wegen des Verdachts der Marktmanipulation und anderer Vorwürfe aufgenommen und dazu die Räume ehemaliger Top-Manager durchsucht. Zudem droht dem Geldhaus auch von zivilrechtlicher Seite Ungemach: Derzeit werden milliardenschwere Schadensersatzklagen von Anlegern eingereicht.

Die HRE stand im Herbst wegen Finanzierungsproblemen bei der Tochter Depfa kurz vor dem Aus. Der Bund und andere Banken mussten mit Milliardenhilfen einspringen, derzeit wird über eine weitergehende Unterstützung verhandelt.

mik/Reuters