Hypothekengeschäft: Banken verhandeln über Fusion - DER SPIEGEL
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Hypothekengeschäft Banken verhandeln über Fusion

Drei der vier größten börsennotierten Banken in Deutschland planen gemeinsame Wege, um im Hypothekengeschäft profitabler zu werden. Die Dresdner Bank und die Commerzbank verhandeln bereits über eine Fusion ihrer Hypothekenbanken.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Die beiden Banken wollen nun auch die Eurohypo der Deutschen Bank für ihre Pläne gewinnen. Dafür wurde bereits ein Arbeitskreis gebildet. "Es gibt konkrete Gespräche", bestätigte ein daran beteiligter Bankvorstand, "allerdings sind sie in einem sehr frühen Stadium." Das neue Institut würde eine Bilanzsumme von rund 250 Milliarden Euro aufweisen und soll mittelfristig an die Börse gebracht werden.

Strategisch macht der geplante Zusammenschluss für alle drei Banken Sinn. Die Deutsche Bank hat sich als globale Investmentbank positioniert, weshalb sie das in der Eurohypo gebündelte Geschäft nicht mehr zu ihren Kernaktivitäten zählt. Sie hat deshalb in den vergangenen Monaten intensiv versucht, die Eurohypo zu verkaufen.

Auch die Dresdner Bank, künftig eine Tochter der Allianz, hat in dem geplanten Allfinanzverbund nur wenig Interesse an ihrer Hypothekentochter Deutsche Hyp ­ zumal der Immobilienfinanzierer im vergangenen Jahr Wertberichtigungen in Höhe von 1,1 Milliarden Mark verkraften musste.

Die Commerzbank will die Rheinhyp in den Verbund einbringen. Schwierigster Verhandlungspunkt: Die Bewertungen der drei Banken ­ und die daraus resultierenden Beteiligungen der Mutterkonzerne an dem neuen Institut.