HypoVereinsbank Pleite unter Palmen
Buenos Aires - Den betroffenen Anlegern, die insgesamt rund 400 Millionen Dollar investierten, sei nun ein inoffizielles Vergleichsangebot unterbreitet worden, nachdem die Offshore-Tochter Insolvenz musste, schreibt das "Handelsblatt".
Über die in Buenos Aires ansässige HypoVereinsbank-Tochter Banco B.I. Creditanstalt und deren Offshore-Institut BII Creditanstalt International auf den Cayman Inseln waren die Einlagen vor allem in argentinische Staatsanleihen und Unternehmenskredite angelegt worden. Den Zeitungsangaben zufolge war das Institut auf Grund der Wirtschaftskrise in Argentinien in Schwierigkeiten geraten und hatte in der Folge Insolvenz angemeldet. Anleger werfen der Bank vor, sie habe keine ausreichende Risikostreuung vorgenommen und damit gegen die Bestimmungen der Aufsichtsbehörden der Cayman Inseln verstoßen, welche den so genannten Basel-Richtlinien folgen.
Betroffen seien etwa 400 Anleger in Argentinien, einige Investoren in den USA sowie eine Reihe von Banken, die Kredite an die BII Creditanstalt vergaben, heißt es weiter in der Zeitung. In dem inoffiziellen Vergleichsangebot bietet der vorläufige Konkursverwalter, die Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers, den Gläubigern im Namen der HypoVereinsbank (HVB) einen 40-prozentigen Kapitalabschlag und eine Rückzahlung über fünf Jahre an. Den Zeitungsinformationen zufolge lassen die Anleger derzeit eine Klage gegen die HVB in Europa prüfen.
Das Münchner Kreditinstitut selbst wies die Vorwürfe zurück. "Jeder Anleger wusste genau, welches Risiko mit seinen Hochzinsanleihen verbunden ist", betonte ein HVB-Sprecher im Gespräch mit der Zeitung.