IBM-Quartalszahlen: Big Blue erfreut die Wall Street - DER SPIEGEL
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IBM-Quartalszahlen Big Blue erfreut die Wall Street

Der weltgrößte Computerkonzern International Business Machines hat im zweiten Quartal 2005 dank hervorragender Geschäfte bei Software und Dienstleistungen geglänzt. IBM übertraf die Gewinnerwartungen der Wall Street deutlich.
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Armonk - Die IBM-Aktie   legte in New York gestern nachbörslich kräftig um 4,3 Prozent auf 85,33 Dollar zu. IBM verdiente im zweiten Quartal aus dem laufenden Geschäft 1,85 Milliarden Dollar. Der als Big Blue bekannte Konzern verdiente damit unter Ausklammerung von Sonderfaktoren 1,12 Dollar je Aktie. Die Wall Street war nur von einem Quartalsgewinn von 1,03 Dollar je Aktie ausgegangen.

IBM setzte im zweiten Quartal 22,3 Milliarden Dollar oder 3,6 Prozent weniger als in der entsprechenden Vorjahreszeit um. IBM hatte seine PC-Sparte an den chinesischen PC-Hersteller Lenovo verkauft. Im Quartalsumsatz des Unternehmens waren deshalb nur noch 557 Millionen Dollar PC-Umsätze enthalten. Klammert man das PC-Geschäft ganz aus, dann gab es gegenüber dem zweiten Quartal 2004 einen IBM- Umsatzanstieg von sechs Prozent.

Der Verkauf brachte einen Sondergewinn von 1,1 Milliarden. IBM erhielt aus einem kartellrechtlichen Vergleich mit Microsoft 775 Millionen Dollar. Es gab Sonderbelastungen für Restrukturierungen von 1,7 Milliarden Dollar vor Steuern. Dabei ging es vor allem um einen weit reichenden Personalabbau.

Auch Auslandsgeschäft stabil

"Wir haben unser PC-Geschäft reibungslos an Lenovo übertragen, haben in Europa ein gestrafftes Managementsystem eingeführt und haben wichtige Teile der Gesellschaft im Hinblick auf zukünftiges Wachstum restrukturiert", erklärte Konzernchef Samuel J. Palmisano am Montag nach Börsenschluss. IBM hat nach seinen Worten im zweiten Quartal "wieder Form erreicht".

IBM setzte in der Region Europa/Naher Osten/Afrika unverändert 7,4 Milliarden Dollar um. Klammert man den PC-Bereich und Wechselkursveränderungen aus, gab es dort einen Umsatzanstieg von vier Prozent.

Das Dienstleistungs- und Consulting-Geschäft, der Softwarebereich und die Geschäfte mit mittleren und kleineren Firmen entwickelten sich besonders gut. Der Dienstleistungsumsatz erhöhte sich um sechs Prozent auf zwölf Milliarden Dollar. Dies ist die mit Abstand wichtigste IBM-Sparte. Sie brachte mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes. IBM holte Dienstleistungsaufträge im Wert von 14,6 Milliarden Dollar herein und hatte zum Quartalsende bei Dienstleistungen einen Auftragsbestand von 113 Milliarden Dollar.

IBM hatte wegen des weggefallenen PC-Bereichs in der Hardware- Sparte einen starken Umsatzrückgang von 25 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar zu verzeichnen. Die Software-Sparte steigerte den Umsatz hingegen um zehn Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar.

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