Ifo-Index: Beste Stimmung seit 15 Jahren - DER SPIEGEL
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Ifo-Index Beste Stimmung seit 15 Jahren

Die florierende Konjunktur ist offensichtlich nicht nur eine kurzzeitig Erscheinung. Diesen Schluss jedenfalls lässt eine Analyse des Münchener Ifo-Instituts zu. Danach hat sich die Auftragslage der deutschen Industrie im November nochmals verbessert.
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Berlin - Inzwischen melde jedes vierte Unternehmen verhältnismäßig große Auftragsbestände, teilte das Institut heute aus seiner Detailauswertung des Ifo-Geschäftsklimaindex mit. Dieser war im November auf 106,8 Punkte gestiegen und hatte damit erneut das 15-Jahres-Hoch vom Juni erreicht. Im Vormonat hatte der Wert 105,3 Punkte betragen.

Die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe einschließlich der Ernährungsbranche verbesserte sich im November nochmals. Dabei wurde die aktuelle Geschäftslage so gut eingeschätzt wie noch nie seit Veröffentlichung gesamtdeutscher Zahlen. Die einzige Einschränkung lässt sich auch als Kehrseite der Medaille interpretieren: Vereinzelt wurden die Lagerbestände als zu knapp bezeichnet.

Auch für die kommenden sechs Monate zeigten sich die Firmen optimistisch: Sie schätzten ihre Geschäfts- und Exportchancen zuversichtlicher ein und erwarten eine steigende Produktion und höhere Verkaufspreise. Kaum noch geplant wurde ein Personalabbau.

Deutlich optimistischer blickt die Bauwirtschaft nach vorne, obwohl sich die Lage nur unwesentlich besser darstellte als im Oktober. Nur noch 15 Prozent der Bauunternehmen klagten über Auftragsmangel. Vor einem Jahr war es noch jedes Dritte.

Dagegen hat sich das Geschäftsklima im Einzelhandel kurz vor der Mehrwertsteuererhöhung weiter eingetrübt. Ihre aktuelle Lage beurteilten die Einzelhändler zwar etwas günstiger als im Oktober. Die Skepsis über die künftige Entwicklung war aber so groß wie seit einem Jahr nicht mehr. Die Verkaufspreise konnten weiter erhöht werden. In den nächsten Monaten sei mit einem beschleunigten Anstieg zu rechnen, so die Ifo-Forscher. Nur sieben Prozent der Firmen beabsichtigen einen Personalabbau. Vor Jahresfrist hatte dies noch jeder vierte Einzelhändler vor.

mik/Reuters