Ifo-Index Geschäftsklima hat sich verschlechtert
München - Wie das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung am Freitag in München mitteilte, sank der maßgebliche Ifo-Geschäftsklima-Index für Westdeutschland auf 89,5 Punkte. Im Juli hatte er bei 89,8 Zählern gestanden.
Dagegen stieg der Ifo-Index für die Geschäftserwartungen in Westdeutschland im August binnen Monatsfrist von 95,0 auf 95,9 Zähler.
Der Index für die Geschäftsbeurteilung in Westdeutschland sank im August von 84,7 auf 83,3 Punkte.
Der am Berichtstag veröffentlichte Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts für den Monat August ist nach den Worten des Leiters Konjunkturumfragen, Gernot Nerb, durchaus aussagefähig.
Obwohl ein Viertel der Antworten der befragten Unternehmen erst nach den Terroranschlägen in den USA eingegangen sind, "ist zwischen den Ergebnissen kein signifikanter Unterschied festzustellen", sagte.
Nach den Worten seines Kollegen Willi Leibfritz, dem Leiter der Ifo-Konjunkturumfragen, sei zudem bislang noch "keine Schockreaktion bei den Firmen nach den Anschlägen" zu erkennen.
Allerdings müsse in diesem Zusammenhang nun erst die weitere politische Entwicklung abgewartet werden, sagte Leibfritz mit Blick auf die angekündigten Vergeltungsschläge der USA: "Wir haben ja permanent eine veränderte Situation." Trotz des Rückgangs des Geschäftsklimaindex im August auf 89,5 (Vormonat: 89,8) zeigte sich der Leiter der Ifo-Konjunkturforschung gedämpft zuversichtlich. So hätten sich die Erwartungen der Unternehmen zum zweiten Mal hintereinander aufgehellt, was ein positives Zeichen sei und auf eine konjunkturelle Aufhellung in den kommenden Monaten hindeute.