IG Farben Klage gegen UBS
Hamburg - Das bestätigte der bis zur Insolvenz amtierende Liquidator des Unternehmens, Otto Bernhardt, dem SPIEGEL. Bernhardt, der auch Vorstand der Stiftung ist, fordert von der UBS eine Entschädigung von rund 2,2 Milliarden Euro. Der Grund: Das Institut hat sich 1959 die Schweizer Interhandel AG einverleibt. Die aber war nach Auffassung der IG-Farben-Aktionäre eine Tochter ihres Unternehmens.
Bernhardt beruft sich bei der Forderung auf jüngst veröffentlichte Zitate des ehemaligen Wirtschaftsprüfers der Interhandel AG, Albert Rees. Als weitere Schritte planen die Stiftungsvorstände nun die Gründung einer Tochterstiftung in den USA, die dann, voraussichtlich Mitte nächsten Jahres, die Klage einreichen soll. Entsprechende Gespräche mit US-Anwälten sind bereits im Gange. Falls die Klage Erfolg haben sollte, werden die Erlöse zwischen den Aktionären, den Anwälten und den ehemaligen Zwangsarbeitern "in etwa gedrittelt", sagte Bernhardt.