IG Metall Autobauer werden bestreikt
Berlin - In Bayern hat die Gewerkschaft 16.000 Beschäftigte von BMW aufgerufen, ihre Arbeit zeitweise niederzulegen. In Nordrhein-Westfalen sind Schwerpunkt-Aktionen bei DaimlerChrysler in Düsseldorf und bei Opel in Bochum geplant.
In anderen Bundesländern will die Gewerkschaft ebenfalls wieder Tausende Metaller mobilisieren. Erstmals soll es auch in Sachsen-Anhalt Warnstreiks geben.
Bei Costal in Lüdenscheid nahmen nach Gewerkschaftsangaben 3000 Beschäftigte ihre Arbeit um 6.00 Uhr nicht auf. Dort sollte die Arbeit bis 9.00 Uhr ruhen. In Düren kamen in der Festhalle rund 400 Arbeitnehmer zusammen, um für die Anhebung ihrer Einkommen zu demonstrieren. Im Siemens-Röntgenwerk im thüringischen Rudolstadt versammelten sich etwa 60 Beschäftigte nach Betriebsratsangaben zu einer Kundgebung vor dem Werkstor. In Berlin legten Beschäftigte des Druckmaschinenherstellers KBA zu Beginn der Frühschicht ihre Arbeit nieder.
Begleitet von den Warnstreiks werden die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie fortgesetzt. In der jeweils vierten Gesprächsrunde treffen sich Arbeitgeber und IG Metall der Tarifbezirke Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie des Bezirks Berlin und Brandenburg.
Die IG Metall fordert für die bundesweit 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche Einkommensverbesserungen von 6,5 Prozent. Die Arbeitgeber hatten bislang jeweils 2 Prozent für 2002 und 2003 angeboten.