IG-Metall-Drohung: Warnstreikwelle beginnt am Donnerstag - DER SPIEGEL
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IG-Metall-Drohung Warnstreikwelle beginnt am Donnerstag

Im Tarifstreit hat der IG-Metall-Vorsitzende Jürgen Peters die Drohungen der Gewerkschaft verschärft. Sollten die Arbeitgeber nicht einlenken, soll ab Donnerstag die Arbeit in vier Bundesländern niedergelegt werden.
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Berlin - Nach bisheriger Planung beginnen die Aktionen im Werk Sindelfingen von DaimlerChrysler in Stuttgart. Dort werde die Nachtschicht für eine Stunde bestreikt, kündigte der Pressesprecher der IG Metall Baden-Württemberg an. Für die folgenden 14 Tage seien weitere Aktionen bei großen und mittelständischen Unternehmen angesetzt. Dies beschränke sich dann nicht nur auf die Automobilindustrie. Weitere Angaben lehnte der Sprecher jedoch ab.

Auch die Gewerkschaftler in Hessen und Rheinland-Pfalz drohten mit Arbeitskampf: Unmittelbar nach dem Ende der Friedenspflicht am Mittwoch um 24 Uhr werde in je zwei Betrieben in den beiden Bundesländern die Arbeit niedergelegt, teilte die IG Metall am Montag mit. Die erste Welle der Warnstreiks werde dann am Donnerstag tagsüber fortgesetzt und bis Dienstag dauern. Am 2. Februar werden die Tarifverhandlungen für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland in dritter Runde fortgesetzt.

Sollten die Arbeitgeber bei ihrer jetzigen Position bleiben, sei solch eine Warnstreikwelle unausweichlich und könne sogar auf Sachsen-Anhalt überschwappen, sagte der IG-Metall-Vorsitzende Peters am Montag. Die Arbeitgeber hätten die "kühne Vorstellung, dass eine Gewerkschaft die 40-Stunden-Woche wieder unterschreibt und auch noch zubilligt, dass das kostenlos sein soll".

Selbst bei vollem Lohnausgleich käme ein solcher Schritt einer Absenkung des monatlichen Entgeltes um drei Prozent gleich, sagte Peters im Inforadio Berlin-Brandenburg. Ohne Lohnausgleich wären dies sogar rund 14,5 Prozent. Er glaube, dass die Arbeitgeber "wahrscheinlich die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben". Die IG Metall war bundesweit mit der Forderung nach vier Prozent mehr Lohn und Gehalt innerhalb einer Laufzeit von zwölf Monaten angetreten.

Am Freitag hatten die Arbeitgeber im Tarifbezirk Baden-Württemberg erstmals ein konkretes Angebot unterbreitet. Es sieht Einkommenszuwächse in zwei Stufen zu jeweils 1,2 Prozent bei einer Laufzeit von insgesamt 27 Monaten vor. Verknüpft ist diese Offerte jedoch mit der Forderung, die Arbeitszeit um bis zu fünf Stunden zu verlängern. Ob es für die Mehrarbeit auch mehr Lohn gibt, soll von der wirtschaftlichen Situation der einzelnen Unternehmen abhängig gemacht werden.