IG Metall Vorstand nominiert Peters und Huber
Frankfurt am Main - Der IG-Metall-Gesamtvorstand sprach sich auf seiner Sitzung am Mittwoch in Frankfurt am Main nach Angaben des ehrenamtlichen Vorstandsmitglieds Detlef Kunkel einhellig dafür aus, dem Gewerkschaftstag Peters als Vorsitzenden und Huber als seinen Stellvertreter vorzuschlagen. 2007, so der bisherige Plan, soll der baden-württembergische Bezirkschef Huber den Chefposten der Gewerkschaft von Peters übernehmen.
Gewählt werden soll die neue Gewerkschaftsspitze auf einem in Teilen vorgezogenen Gewerkschaftstag am 30. und 31. August. Das sagte IG-Metall-Vorstand Wolf Jürgen Röder nach der Sitzung. Damit folgte das Gremium dem Vorschlag des geschäftsführenden Vorstandes. Nach dem wochenlangen Führungsstreit in der Gewerkschaft hat sich der zurzeit 40-köpfige Vorstand damit auf eine gemeinsame Linie geeinigt.
Der Ausgang der mit Spannung erwarteten Sitzung hatte sich bereits unmittelbar vor der Zusammenkunft abgezeichnet. "Das Tandem braucht Hilfe und ich werde da mithelfen", sagte IG-Metall-Hauptkassierer Bertin Eichler. Der Chef des Volkswagen-Gesamtbetriebsrates, Klaus Volkert, sagte, das Tandem habe eine "gute Chance". Claus Matecki, ehrenamtliches Vorstandsmitglied aus Magdeburg, betonte, die Tandem-Lösung sei "kein alter Wein in neuen Schläuchen".
Doch es gab auch kritische Stimmen. "Wir sind mit dem neuen Vorschlag nicht einverstanden", sagte Opel-Vertrauensmann Heinz Fußmann. Dabei gehe es nur noch um die Sicherung von Posten. Die Verantwortlichen - unter ihnen Jürgen Peters - müssten nach dem Streik-Debakel in Ostdeutschland Konsequenzen ziehen.
Der bisherige IG-Metall-Chef Klaus Zwickel hatte am Montag sein Amt niedergelegt. Zwickel, der dem Reformerflügel seiner Gewerkschaft zugerechnet wird, hatte sich stets gegen den als Traditionalisten geltenden Peters an der Spitze der Organisation gewehrt, konnte sich jedoch nicht durchsetzen.