Illegale Arbeitskräfte: Großrazzia bei Wal-Mart - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Illegale Arbeitskräfte Großrazzia bei Wal-Mart

Mit einer nationalen Aktion haben US-Ermittler den weltgrößten Einzelhandelskonzern Wal-Mart nach illegalen Mitarbeitern durchforstet. 300 Beschäftigte wanderten hinter Gitter.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Washington - Die als "Operation Rollback" bezeichnete Großrazzia umfasste 61 Wal-Mart-Supermärkte in 21 US-Staaten. Nach Angaben des Bureau of Immigration an Customs Enforcement wurde dabei auch das Büro eines hochrangigen Wal-Mart-Mitarbeiters durchsucht.

Bei der Durchsuchungsaktion am Donnerstagmorgen gingen die Ermittler dem Verdacht nach, dass eine Firma, die im Auftrag von Wal-Mart für die Sauberkeit der Supermärkte sorgt, systematisch illegale Arbeitskräfte beschäftigen soll. Sie fanden 300 Mitarbeiter der Firma, die die erforderlichen Papiere nicht vorweisen konnten und verhafteten diese vorübergehend.

Nach Angaben von Behördensprecher Garrison Courtney drohen der bisher ungenannten Reinigungsfirma für jeden illegalen Beschäftigten nun Strafen von bis zu 10.000 Dollar. Auch für Wal-Mart   könnte die "Operation Rollback" unangenehme Folgen haben, sollte die Mitwisserschaft des Konzern nachgewiesen werden können. Mona Williams, Sprecherin von Wal-Mart bestritt dies allerdings: "Die Arbeitskräfte werden von Fremdfirmen beschäftigt, sie sind keine Wal-Mart-Mitarbeiter".

Mehr lesen über