Illegale Datenspeicherung Daimler räumt weitere Vergehen ein
Bremen - Es waren insgesamt neun Listen, und es sind Arbeiter in sieben Abteilungen betroffen. Der Autobauer Daimler hat weitere Fälle von Datenmissbrauch in seinem Bremer Mercedes-Werk eingeräumt. Bei einer Überprüfung habe der Datenschutzbeauftragte des Konzerns neue Dokumente mit illegal gesammelten Krankendaten entdeckt, berichtete der Sender Radio Bremen am Dienstag.
In einem Interview mit dem Sender erklärte der Leiter des Bremer Werkes, Peter Schabert, eine Systematik bei der Anfertigung der Listen mit Krankendaten sei nicht zu erkennen. Sie reichten von einfachen Tabellen bis zu sehr detaillierten Diagnose-Angaben.
Der Datenschutzbeauftragte des Autokonzerns hatte eine umfangreiche Datenprüfung im Werk Bremen veranlasst, nachdem die illegale Speicherung von Krankendaten bekanntgeworden war. Zusätzlich verfasste Daimler eine Anweisung, wie Führungskräfte mit Mitarbeitern umgehen sollen, die krank waren.