Imbiss-Portal Snacker.de macht den Laden zu
Snacker.de stellte am Montag in Frankfurt den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Lichtenberg begründete den Schritt mit den hohen Verlusten des Start-ups. Laut "Zeit" beliefen sich die monatlichen Verluste auf 60.000 Mark - bei nur 6000 Mark Umsatz.
Lichtenberg sieht die Probleme bei den Partnern aus dem Gastronomiebereich. Hier sei es zu Unzuverlässigkeiten gekommen. Über Snacker.de kann der Internet-Nutzer bundesweit bei über 3000 Restaurants und Bringdiensten Essen bestellen.
In Insider-Kreisen war die instabile Lage des Unternehmens seit langem bekannt. Vergangene Woche war die Mitbegründerin Sima Gräfin zu Hoensbroech in ein anderes Unternehmen gewechselt, und vor einiger Zeit mussten fünf von 28 Mitarbeitern gehen.
Die gekündigten Mitarbeiter können sich auf der nächsten "Pink-Slip-Party" trösten. Ihr Ex-Chef Frank Lichtenberg hatte vor zwei Wochen in Berlin zur ersten Party Deutschlands für entlassene New-Economy-Mitarbeiter eingeladen. Die Idee kommt aus den USA, wo sich im Zuge der Internet-Krise die monatlichen Branchentreffs schnell in "Pink-Slip-Parties" verwandelt haben. Der Name geht auf die Kündigungsbriefe zurück, die in den USA auf rosa Papier ("pink slip") geschrieben werden.