Immobilien Drang ins Ausland
Nach einer Markterhebung des Fondsexperten Stefan Loipfinger flossen 2,33 Milliarden Euro (plus 44 Prozent) vor allem in die USA, die Niederlande und nach Kanada, während in Deutschland nur 2,03 Milliarden Euro (minus 30 Prozent) investiert wurden. Die Steuervorteile wurden von der Bundesregierung stark zusammengestrichen, was die von den Steuersparern so beliebten Verlustzuweisungen bei den Immobilienfonds auf durchschnittlich 31 Prozent absacken ließ. Nun müssen die Anleger verstärkt auf die tatsächliche Rendite achten. Und da schneiden die Auslandsimmobilienfonds oft deutlich besser ab, weil dort für Bürohäuser oder Supermärkte höhere Mieten verlangt werden können. USA-Fonds von deutschen Anbietern wie etwa Jamestown, Ideenkapital/GVP, Hannover Leasing oder KanAm versprechen eine Ausschüttung von durchschnittlich 8,1 Prozent. Allerdings sind seit dem 11. September die Mieten unter anderem in New Yorker Hochhäusern gesunken. Ob beispielsweise die Düsseldorfer Ideenkapital/GVP, die zuletzt für das New Yorker Chrysler-Building deutsches Kapital eingesammelt haben, all ihre Prognosen einhalten können, erscheint ungewiss.