Industrieverband BDI: Thumann darf noch mal ran - DER SPIEGEL
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Industrieverband BDI Thumann darf noch mal ran

Nach dem Hickhack um den CDU-Parlamentarier Norbert Röttgen, der erst zum BDI wechseln sollte und dann absagte, galt auch Verbandsboss Jürgen Thumann als angeschlagen. Doch er hat die Krise überstanden – und wurde nun für eine zweite Amtszeit nominiert.
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Berlin – Die Wahl war einstimmig: Wie der Bundesverband der Deutschen Industrie in Berlin mitteilte, wurde der 64-jährige Thumann von seinen zehn Vizes zur Wiederwahl aufgestellt. Thumanns bisherige zweijährige Amtszeit läuft zum Ende des Jahres aus und soll nun um zwei Jahre verlängert werden. Gewählt werden soll er bei der BDI-Mitgliederversammlung am 20. November.

In einer gemeinsamen Erklärung stärkten die Vizepräsidenten dem Verbandschef den Rücken. Sie lobten Thumann dafür, wie er "im konstruktiven Dialog und in der sachorientierten Auseinandersetzung mit der Bundesregierung und dem Parlament" die Belange der deutschen Industrie vertrete. Sie baten außerdem den bisherigen Hauptgeschäftsführer Ludolf von Wartenberg, noch ein Jahr länger im Amt zu bleiben.

Wartenberg wollte eigentlich zum Ende des Jahres in den Ruhestand gehen. Sein Nachfolger sollte ursprünglich der CDU-Parlamentarier Norbert Röttgen werden. Dieser hatte aber vor eineinhalb Wochen auf das Amt verzichtet, nachdem die früheren BDI-Chefs Hans-Olaf Henkel und Michael Rogowski ihn öffentlich zum Verzicht auf sein Bundestagsmandat aufgefordert hatten. Thumann war nach dem Debakel um die Neubesetzung selbst in die Kritik geraten.

itz/AFP

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