Infineon-Affäre: Ex-Vorstand Zitzewitz geständig - DER SPIEGEL
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Infineon-Affäre Ex-Vorstand Zitzewitz geständig

Der frühere Infineon-Vorstand Andreas von Zitzewitz hat sich im Infineon-Skandal geständig gezeigt. Ermittlerkreisen zufolge räumte Zitzewitz ein, Geld von Udo Schneider - dem Chef der Schweizer BF Consulting - angenommen zu haben.
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München - "Zitzewitz ist geständig", sagte eine mit den Ermittlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. "Er hat zugegeben, Geld von Schneider genommen zu haben, allerdings weniger als Schneider selbst angegeben hat." Die differierenden Aussagen würden derzeit überprüft. Schneider hatte angegeben, er habe Zitzewitz insgesamt rund 250.000 Euro zukommen lassen.

Die Schweizer BF Consulting organisierte bis 2004 die Aktivitäten von Infineon im Motorsport. Das Geld soll sie Zitzewitz für die Vermittlung weiterer Sponsoren gezahlt haben. Nachdem der SPIEGEL im vergangenen November erstmals über die Bakschisch-Vorwürfe berichtet hatte, nahm die Münchner Staatsanwaltschaft wenig später Ermittlungen auf. Im Visier der Ermittler steht neben Zitzewitz inzwischen auch Ex-Infineon-Chef Ulrich Schumacher. BF-Chef Schneider sitzt seit August in der Schweiz in Untersuchungshaft.

Zum Gang des Verfahrens wollte sich die Münchner Staatsanwaltschaft nicht äußern. Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge hat Zitzewitz bereits im Juli seine Aussage abgeben. Schneider habe mit den Zahlungen sicherstellen wollen, mit Infineon im Geschäft zu bleiben. Nach internen Untersuchungen hatte Infineon BF im Februar auf 1,6 Millionen Euro verklagt, die das Beratungsunternehmen zu viel für seine Dienste von dem Konzern kassiert haben soll. Zudem verlangt der Chip-Konzern Aufschluss über weitere drei Millionen Euro, die BF möglicherweise ebenfalls unrechtmäßig erhalten habe.