Infineon-Chef: "Das Umsatzwachstum ist nicht normal" - DER SPIEGEL
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Infineon-Chef "Das Umsatzwachstum ist nicht normal"

Im ersten Halbjahr verzeichnete der Chiphersteller eine Umsatzsteigerung um 68 Prozent auf rund drei Milliarden Euro. Infineon-Chef Ulrich Schumacher zeigte sich selbst überrascht von dem Boom auf dem Halbleitermarkt.
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München - Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen stieg auf 974 Millionen Mark nach einem Verlust von fast einhundert Millionen Mark ein Jahr zuvor. Für den Rest des laufenden Geschäftsjahres prognostiziert Infineon eine ähnliche Entwicklung bei Umsatz und Gewinn.

Der Börsenneuling kann wegen der Engpasssituation am Halbleitermarkt jedoch keinen präzisen Ausblick auf die erwarteten Umsatz- und Ertragssteigerungen geben. Nach Angaben Schumachers habe sich Infineon zwar auf den boomenden Halbleiterbedarf vorbereitet, sei aber vom Ausmaß der Nachfrage und von der gleichzeitigen Nachfragesteigerung in allen Segmenten überrascht worden. Wachstumsraten von 70 Prozent "sind nicht normal", so Schumacher.

Um die positive Entwicklung fortzusetzen, kündigte Infineon hohe Investitionen für den Ausbau der Fertigungs- und Entwicklungskapazitäten an. Es sollen auch mehr Mitarbeiter eingestellt werden. "Derzeit ist es aber vor allem für die Entwicklungs- und Forschungsabteilung nicht leicht, gute Leute zu bekommen", sagte Schumacher.

Er gab die vollständige Übernahme des israelischen Spezialchipherstellers Savan Communications bekannt und bezeichnete diese als Maßnahme in dem "weltweiten Werben um die Top-Leute in der Branche". Savan Communications habe zwar zuletzt nur einen niedrigen Umsatz erzielt, verfüge aber über hervorragend ausgebildete Mitarbeiter, so Schumacher.