Infineon: Der Run auf die Aktien - DER SPIEGEL
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Infineon Der Run auf die Aktien

Die meisten privaten Investoren dürften beim Börsengang von Infineon leer ausgehen. Ihr Anteil macht schon eine siebenfache Überzeichnung aus - dazu kommen nochmal die institutionellen Geldgeber.
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Frankfurt - Der große Andrang der Privatanleger habe selbst das Bankenkonsortium positiv überrascht, sagte ein Sprecher der Deutschen Bank, die das Emissionskonsortium anführt. Zur Frage, wie viele Aktien der einzelne Anleger erhalten wird, sagte er: "Bei dem Ansturm wird es ein Losverfahren geben müssen." Die Zuteilung solle aber so fair und transparent wie möglich erfolgen. Deshalb werde die Auswahl wohl durch den Computer per Zufallsgenerator erfolgen. Der Zuteilungsschlüssel wird erst am 12. März festgelegt.

Auch die institutionellen Anleger, also beispielsweise Anlagegesellschaften oder Versicherungen, hätten lebhaft Aufträge erteilt. "Weltweit war das Interesse sehr groß", so der Sprecher. Analysten rechnen damit, dass die Nachfrage insgesamt das Angebot an Infineon-Aktien um etwa das Zwanzigfache übersteigen dürfte. Von den 173 Millionen Aktien werden voraussichtlich nur 50 bis 60 Millionen für Privatanleger bereitgestellt. Von einer Volksaktie könne deshalb nicht gesprochen werden. Zudem sei das Unternehmen in der risikoreichen Halbleiterbranche tätig, die starken zyklischen Schwankungen unterliege.

Die Siemens-Halbleitertochter startet am 13. März an der Börse. Seit zwei Wochen können die Anleger die Aktien des Chipherstellers ordern, die zwischen 29 und 35 Euro kosten sollen. Die vergünstigte Zeichnungsfrist für Privatanleger endete am vergangenen Mittwoch. Die Orderfrist läuft noch bis zum kommenden Freitag. "Die Chancen für diejenigen, die jetzt noch ordern, sind jedoch sehr gering", berichtete der Sprecher.