Infineon: Milliardenspritze mit verbilligten Aktien - DER SPIEGEL
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Infineon Milliardenspritze mit verbilligten Aktien

Nachdem Infineon-Chef Ulrich Schumacher den Preis seiner neuen Aktien gesenkt hatte, griffen die Investoren zu. Für 25 Euro gingen über 50 Millionen Aktien an neue Besitzer.
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München - Mit der Erhöhung des Aktienkapitals nimmt Infineon   1,5 Milliarden Euro ein. Nach Angaben des Unternehmens ist dies die bisher größte Emission in Deutschland seit Jahresanfang.

Vorstandschef Schumacher war zuvor fast zwei Wochen lang bei institutionellen Investoren in Deutschland, Großbritannien und den USA auf Werbetour. Ziel war es Unternehmenskreisen zufolge, 27 Euro pro Aktie einzunehmen. Die Investoren sind den Angaben zufolge aber nur bereit gewesen, 25 Euro zu zahlen. Nach der Reduzierung des Preises haben sie nun mit rund 97 Prozent die große Mehrheit der Papiere gezeichnet.

Infineon will den Erlös aus der Kapitalerhöhung vor allem für den Ausbau seiner Chip-Fertigung in Dresden, für Zukäufe und für den Abbau seiner kurzfristigen Schulden verwenden.

Über die zugeteilten 52,17 Millionen Papiere hinaus steht eine Platzierungsreserve von 7,83 Millionen weiteren Aktien bereit. Beobachter rechnen damit, dass auch diese noch platziert wird. Privatanleger, die weniger als 50 Aktien geordert hatten, gehen den Angaben zufolge leer aus.

Der Mutterkonzern Siemens  , der sich mittelfristig ganz aus Infineon zurückziehen will, hält mit 51 Prozent auch nach der Kapitalerhöhung die Mehrheit. Der Streubesitz sei auf rund 35,5 Prozent gestiegen, teilte Infineon weiter mit.