Infineon Optimismus trotz magerer Zahlen
München - Wegen schwacher Preise für Speicherchips (DRAMs) und der Eurostärke hat der weltweit sechstgrößte Halbleiteranbieter im vergangenen Quartal weniger verdient und umgesetzt. Unter dem Strich sei im Zeitraum Oktober bis Dezember ein Gewinn von 34 Millionen Euro angefallen nach 49 Millionen Euro im Vorquartal, teilte Infineon am Montag in München mit. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe der Konzern im für die Branche traditionell starken Weihnachtsquartal einen Gewinn von 70 Millionen Euro nach 67 Millionen Euro im Vorquartal verbucht. Der Umsatz sei auf 1,62 (Vorquartal 1,76) Milliarden Euro gesunken. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Gewinn von 32 Millionen Euro bei einem Umsatz von 1,68 Milliarden Euro gerechnet.
Für das laufende Jahr zeigte sich der Konzern optimistisch. "Sämtliche Geschäftsindikatoren zeigen, dass sich die Halbleiterindustrie nun endlich in einer Aufschwungphase befindet. Die schlimmste Krise, die der Halbleitermarkt jemals erlebt hat, scheint vorüber", ließ sich Infineon-Chef Ulrich Schumacher in der Pflichtmitteilung zitieren. "Angesichts der Markterholung sehen auch wir eine positive Geschäftsentwicklung für das laufende Geschäftsjahr. Wir erwarten für alle Segmente ein stabiles Wachstum im Jahr 2004."