Infineon: Schumachers Freunde vom Bau - DER SPIEGEL
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Infineon Schumachers Freunde vom Bau

Es lag nicht nur an den Zahlen, dass Infineon-Chef Ulrich Schumacher plötzlich gehen musste. Wenngleich Interimschef Max Dietrich Kley Ergebnis und Aktienkurs als "absolut unbefriedigend" kritisierte. Nach neuen Informationen des manager-magazins gab es zudem dubiose Vorgänge beim Bau der Firmenzentrale.
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Hamburg - Noch während der Infineon-Hauptversammlung Ende Januar hatte Kley als Aufsichtsratschef von Infineon   gesagt, der Vorstand habe "Außerordentliches geleistet". Nun klingt das etwas anders. Das Unternehmen suche jetzt nach einem Nachfolger, der "neben Branchenkenntnis und Technikverstand vor allem über Turnaround-Erfahrung" verfüge, so Kley im Gespräch mit dem "manager magazin".

Weiterhin berichtet das Magazin über dubiose Vorgänge während der Amtszeit Schumachers. Den Zuschlag für Planung und Bauleitung der neuen Konzernzentrale "Campeon" habe auf Wunsch Schumachers das Architekturbüro TEC PMC erhalten, obwohl zuvor bereits ein anderes Architektur-Büro beauftragt worden war. TEC PMC wird von Moritz und Sebastian Knorr geführt. Die Brüder sind Söhne von Jürgen Knorr, dem ehemaligen Chef der Siemens-Halbleitersparte, aus der Infineon hervorging. Knorr gilt als Förderer Schumachers.

Unter der Leitung von TEC habe sich das 500-Millionen-Euro-Objekt enorm verzögert. Ursprünglich wollte Infineon im September 2003 einziehen, doch derzeit ist auf dem Gelände in Neubiberg bei München gerade einmal eine Grube ausgehoben. Nach Schumachers Abgang wurde der Vertrag mit den Knorr-Brüdern gekündigt.