Infineon: Siemens-Tochter macht Milliardenverlust - DER SPIEGEL
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Infineon Siemens-Tochter macht Milliardenverlust

Der angeschlagene Chip-Hersteller Infineon hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Milliardenverlust abgeschlossen. In nächster Zeit erwartet das Unternehmen keine Verbesserung der schlechten Lage.
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München - Das Minus vor Steuern und Zinsen im Geschäftsjahr 2000/01 betrage 1,02 Milliarden Euro, teilte die Infineon Technologies AG   am Dienstag mit. Im Vorjahreszeitraum hatte die Siemens-Tochter noch einen Gewinn von 1,67 Milliarden Euro erzielt. Allein im vierten Quartal betrug der Verlust vor Steuern und Zinsen 882 Millionen Euro. Damit ist der Fehlbetrag noch höher als von vielen Analysten befürchtet. Der Umsatz sank im gesamten Geschäftsjahr um 22 Prozent auf 5,67 Milliarden Euro.

Kein Licht am Ende des Tunnels

"Im Umfeld der angespannten Situation im Halbleitermarkt erwartet Infineon Verluste, solange die Preise für Speicherprodukte auf dem aktuellen niedrigen Niveau bleiben und ungünstige Marktbedingungen die anderen Bereiche beeinträchtigen", teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Marktentwicklung bleibe auch in den kommenden sechs Monaten unsicher. Wegen der Konjunkturflaute und der politisch unsicheren Lage werde sich der starke Wettbewerb noch verschärfen.