Infineon-Toshiba: Aus der Traum - DER SPIEGEL
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Infineon-Toshiba Aus der Traum

Lange hat Infineon-Chef Ulrich Schumacher die Hoffnungen geschürt. Die Kooperation mit Toshiba könnte Kosten senken und den Deutschen aus der Krise helfen. Jetzt gerät Schumacher in Erklärungnot. Die Verhandlungen mit den Japanern sind geplatzt.
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München – Infineon gab in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt, dass die Gespräche über ein Joint Venture im Speicherbereich abgebrochen wurden. Infineon bleibe aber weiterhin für Kooperationen mit Herstellern von Speicherchips offen, wenn sich dadurch die Cash-Position des Unternehmens nicht verschlechtere.

Nach intensiven Gesprächen seien sich Infineon und Toshiba einig, dass keine der diskutierten Optionen für beide Seiten zugleich zukunftsfähig wäre, hieß es. "Ich bedaure, dass die partnerschaftlich geführten Gespräche nicht fortgesetzt werden konnten und das von uns angestrebte Ergebnis nicht erzielt wurde", sagte Infineon-Chef Ulrich Schumacher.

Toshiba meldete zuvor den Verkauf seiner DRAM-Tochter Dominion Semiconductor LLC an den US-Halbleiterhersteller Micron Technology. Das Geschäft solle bis Ende Januar 2002 abgewickelt werden.

Die Aktien von Infineon   verloren bereits kurz nach Eröffnung der Frankfurter Börse um 2,25 Prozent und sackten auf einen Kurs von 23,9 Euro ab. Am Mittag drehte die von starker Volatilität geprägte Aktie jedoch wieder deutlich ins Plus.