Infineon: Vorstand streitet über Speichersparte - DER SPIEGEL
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Infineon Vorstand streitet über Speichersparte

Im Vorstand des Halbleiterherstellers Infineon ist laut einem Zeitungsbericht ein Streit wegen der geplanten Abspaltung des Geschäftsfeldes Speicherchips entbrannt. Sogar der geplante Börsengang könnte gefährdet sein.
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München - "Es gibt unterschiedliche Aussagen darüber, in welcher Form der Bereich künftig geführt werden soll", sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des Münchener Konzerns der "Welt am Sonntag".

Zwar liefen die internen Arbeiten zur Ausgründung planmäßig, doch gebe es beispielsweise hinsichtlich der strategischen Positionierung des künftigen Unternehmens Probleme. Dadurch lägen seit Monaten wichtige Personalentscheidungen auf Eis. Auch die Frage, wo die Unternehmenszentrale liegen solle, sei noch nicht entschieden.

Möglicherweise gerate sogar der für Mitte des Jahres angesetzte Börsengang der Speicherchipsparte in Gefahr, schreibt das Blatt.

Infineon hatte Mitte November mitgeteilt, dass es sein schwankungsanfälliges Geschäft mit Speicherchips abspalten und an die Börse bringen wolle. Vorstandschef Wolfgang Ziebart hatte das damit begründet, dass sich zum einen Prozesse und Geschäftsmodelle für Speicher und Logik in unterschiedliche Richtungen entwickelten. Zum anderen würden Wachstumsdynamik und Profitabilitätsaussichten für beide Unternehmen durch die Abspaltung verbessert.

Infineon war im Geschäftsjahr 2004/05 (bis Ende September) tiefer als erwartet in die roten Zahlen gerutscht. Das Unternehmen verbuchte einen Verlust von 312 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 61 Millionen Euro erzielt worden war.

ddp