Infineon: Zeitung berichtet über baldigen Rauswurf von Vorstandschef Ziebart - DER SPIEGEL
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Infineon Zeitung berichtet über baldigen Rauswurf von Vorstandschef Ziebart

Hohe Verluste bei Europas zweitgrößtem Chiphersteller - jetzt steht Vorstandschef Wolfgang Ziebart laut "Süddeutscher Zeitung" vor der Ablösung. Aufsichtsräte seien auf der Suche nach einem Nachfolger.
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München - "Das Maß ist voll", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" ein namentlich nicht genanntes Mitglied des Kontrollgremiums von Infineon  . "Wir wollen möglichst schnell eine Entscheidung." Vor wenigen Tagen hatten Aktionäre bei der Hauptversammlung in München das Management vehement kritisiert: Die Zahlen der Konzerntochter Qimonda   seien desaströs, in den übrigen Geschäftsfeldern blieben Erfolge bei der Sanierung aus.

Nun beraten dem Bericht zufolge einflussreiche Aufsichtsräte im kleinen Kreis über die Ablösung von Ziebart. Erste Namen seien schon im Umlauf. Der Aufsichtsratsvorsitzende Max Dietrich Kley suche in Gesprächen mit Kollegen aus dem Kontrollgremium nach einer Lösung. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Bisher verläuft die Suche nach einem Nachfolger laut "Süddeutscher Zeitung" schleppend. Aufsichtsräten zufolge sei schwer, geeignete Kandidaten für die schwierige Aufgabe zu gewinnen. Bis zum Sommer solle aber der Wechsel erfolgen.

Bei Infineon war es schon Ende vergangenen Jahres zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat gekommen. Der Grund waren die hohen Verluste der Speicherhersteller-Tochter Qimonda. Allein im vergangenen Quartal verbuchte Qimonda fast 600 Millionen Euro Verlust. Dies handelte Infineon einen Quartalsverlust von 396 Millionen Euro ein.

cjp/dpa