Inflation: Duisenberg warnt vor zu hohen Tarifabschlüssen - DER SPIEGEL
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Inflation Duisenberg warnt vor zu hohen Tarifabschlüssen

Die jährliche Inflationsrate in der Eurozone ist im Februar mit zwei Prozent auf den höchsten Wert seit Einführung der gemeinsamen Währung gestiegen. Prompt warnte die Europäische Zentralbank (EZB) die Tarifparteien vor überzogenen Lohnabschlüssen.
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Luxemburg - Die höchsten Teuerungsraten hatten Irland (4,6 Prozent), Spanien (3) und Dänemark (2,8). Deutschland lag mit 2,1 Prozent im Mittelfeld, teilte das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften mit.

Vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments räumte EZB-Chef Wim Duisenberg ein, der Preisdruck sei stärker und anhaltender gewesen, als die Zentralbank vorhergesehen habe. Auch habe sich der Euro auf einem niedrigeren Niveau als von der EZB erwartet stabilisiert.

Duisenberg betonte, dass die erwarteten Verbesserungen der Konjunktur und am Arbeitsmarkt nicht durch unangemessene Tarifabschlüsse in Frage gestellt werden dürften. Lohnmäßigung würde sowohl die Inflation in der Eurozone eindämmen helfen als auch zu weiteren Fortschritten in der Schaffung von Beschäftigung führen. Er warnte die Tarifparteien, dass die EZB ihr Hauptziel, die Preisstabilität, nicht aus den Augen verlieren werde.