Inflation: Energie treibt die Preise - DER SPIEGEL
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Inflation Energie treibt die Preise

Inflation ist hier zu Lande ist eigentlich kein Thema - wenn nur die hohen Preissteigerungen für Energie nicht wären. Allein sie sind der Grund dafür, dass ein Durchschnittshaushalt im Februar 2,1 Prozent mehr berappen musste.
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Wiesbaden - Die für einen Privathaushalt typischen Ausgaben kosteten im Februar - wie auch schon im Dezember und Januar - 2,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt heute nach endgültigen Berechnungen mitteilte. Die Rate verharrt damit weiter über der entscheidenden Zwei-Prozent-Marke, bei der die Europäische Zentralbank Preisstabilität definiert.

Ohne die Kosten für Energie und Kraftstoffe wäre der Preisanstieg den Statistikern zufolge um 0,8 Prozentpunkte geringer ausgefallen. Sprit kostete im Februar 13,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Diesel 15,6 Prozent und Heizöl sogar rund 33 Prozent. Auch Strom (plus vier Prozent) und Gas (plus 19,1 Prozent) verteuerten sich deutlich.

Abgesehen von den rasant gestiegenen Energiepreisen - die vor allem an internationalen Märkten ausgehandelt werden - ist das Risiko einer deutlich steigenden Inflation in Deutschland nach Ansicht von Experten aber gering. Einerseits verhindert die hohe Arbeitslosigkeit einen deutlichen Anstieg der Löhne. Andererseits müssen die meisten Geschäfte ihre Preise niedrig halten, um die scheuen Verbraucher nicht zu vergraulen.

Auch von Januar auf Februar kletterten die Verbraucherpreise, und zwar um 0,4 Prozent. Die Hauptursache waren die zur Karnevalszeit üblichen Hochsaisonpreise in den Urlaubsgebieten. So erhöhten Reiseanbieter die Preise für Pauschalreisen gegenüber Januar um rund neun Prozent, Hotels und Pensionen verlangen für eine Übernachtung im Schnitt rund fünf Prozent mehr.

"Überdurchschnittlich verteuerten sich im Februar auch Schnittblumen (plus 5,8 Prozent gegenüber Januar 2006) infolge der kalten Wintertemperaturen und wegen der erhöhten Nachfrage zum Valentinstag", erläuterten die Statistiker.

Auch einige Lebensmittel wurden innerhalb eines Monats deutlich teurer. Gemüse kostete insgesamt gut fünf Prozent mehr, Salatgurken sogar fast 25 Prozent. Auch Kaffe bleibt teuer: Der Preis für Bohnenkaffee stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,8 Prozent. Dagegen konnten die Verbraucher beim Obsteinkauf gut zwei Prozent sparen, Weintrauben verbilligten sich sogar um 15 Prozent. Günstiger wurden auch Molkereiprodukte und Eier.

mik/reuters/dpa/afp