Preise in der Eurozone Inflation fällt auf 0,3 Prozent
Eurozeichen in Frankfurt: Die EZB steht unter Druck
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Luxemburg - Die Inflation in der Eurozone geht immer weiter zurück. Im September stiegen die Preise laut einer ersten Schätzung der Statistikbehörde Eurostat im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 0,3 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit Oktober 2009. Im August hatte die Rate noch bei 0,4 Prozent gelegen.
Verantwortlich für den neuerlichen Rückgang der Inflationsrate waren vor allem die deutlich gesunkenen Energiepreise. Diese fielen um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im August waren sie um 2,0 Prozent gefallen. Die Preise von Dienstleistungen legten hingegen um 1,1 Prozent zu, die Preise für Lebensmittel und Industriegüter stagnierten beinahe.
Eine zu geringe Inflation kann unter anderem dazu führen, dass Unternehmen nur zögerlich investieren, weil sich die Investitionen nicht rentieren und Verbraucher in der Hoffnung auf weiter sinkende Preise Anschaffungen zurückstellen. Das würde das Wirtschaftswachstum hemmen. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt daher eine Inflationsrate von etwa 2,0 Prozent an.
Die anhaltende Mini-Inflation setzt die EZB unter Druck. Sie hatte erst zu Monatsbeginn den Leitzins im Euroraum auf 0,05 Prozent gesenkt und zudem ein Ankaufprogramm für verbriefte Kredite angekündigt. Am Donnerstag will sie Einzelheiten dazu bekannt geben.
Niedrige Zinsen verbilligen tendenziell Kredite und sollen so die Wirtschaft ankurbeln und die Preise erhöhen. Im Moment scheint das aber nicht mehr zu gelingen. Die Zinssenkungen der EZB sind zuletzt weitgehend wirkungslos geblieben.