Inflation: Niedrigster Zuwachs seit 1991 - DER SPIEGEL
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Inflation Niedrigster Zuwachs seit 1991

Trotz der gestiegenen Rohölpreise mussten in Deutschland die privaten Haushalte im vergangenen Jahr nicht wesentlich mehr für die Waren des täglichen Lebens bezahlen. Mit nur 0,6 Prozent Steigerung ist 1999 das Jahr mit der geringsten Veränderung seit dem Beginn der Indexberechnungen 1991.
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Wiesbaden - Nahrungsmittel und alkoholische Getränke waren im Dezember um 1,9 Prozent billiger als im Vorjahresmonat, damit setzte sich der Preisverfall in dieser Warengruppe seit 1998 unvermindert fort, teilte das Statistische Bundesamt  in Wiesbaden mit. Kräftig gestiegen sind dagegen die Kosten für Benzin und Heizöl. So verteuerte sich leichtes Heizöl im Vergleich zum November 1999 nochmals um 8,4 Prozent und lag damit um 68,6 Prozent über dem Stand vom Dezember 1998. Auch die Kraftstoffpreise zogen gegenüber November 1999 um 2,6 Prozent an und lagen um 20,5 Prozent über dem Vorjahresstand. Ohne Heizöl und Kraftstoffe stieg der Gesamtindex im Dezember 1999 im Jahresvergleich um 0,3 Prozent und im Monatsvergleich um 0,2 Prozent.

In Ostdeutschland lag die Teuerungsrate mit 0,4 Prozent unter dem Gesamtniveau. Die Statistiker begründen dies mit dem geringen Heizölbedarf in den neuen Bundesländern. Im Westen stieg der Preisindex um 0,7 Prozent.

Im Dezember sind die Strompreise weiter gefallen. Sie lagen um 0,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Preiserhöhungen infolge der ersten Stufe des Einstiegs in die ökologische Steuerreform zum 1. April 1999 wurden nach Angaben des statistischen Bundesamtes mehr als ausgeglichen. Dies dürfte wesentlich auf die Öffnung der Strommärkte für neue Anbieter Ende des Jahres zurückzuführen sein, hieß es aus Wiesbaden.