Inflation zieht in Deutschland leicht an - DER SPIEGEL
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Verbraucherpreise Inflation steigt im Juli auf 0,4 Prozent

Die Inflation in Deutschland kommt nur langsam in Schwung. Verbraucher profitieren beim Tanken weiter von niedrigen Ölpreisen.
Kunde in einem Supermarkt
Kunde in einem Supermarkt

Kunde in einem Supermarkt

Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpa
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Höhere Mieten und ein Anstieg der Lebensmittelpreise haben die Inflation im Juli auf niedrigem Niveau angetrieben. Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent, wie die Behörde in Wiesbaden mitteilte. Im Juni hatte die Rate noch bei 0,3 Prozent gelegen, im Mai bei 0,1 Prozent.

Preisdämpfend wirkten nach wie vor die Energiepreise, die deutlich günstiger war als ein Jahr zuvor. Haushaltsenergie und Sprit waren sieben Prozent günstiger als vor Jahresfrist. Für die Nettokaltmiete mussten Verbraucher den Berechnungen zufolge 1,1 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr. Nahrungsmittel verteuerten sich ebenfalls um 1,1 Prozent.

Viele Volkswirte rechnen damit, dass die Inflation in den nächsten Monaten weiter zulegen wird. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent.

Der Europäischen Zentralbank (EZB) bereitet die Mini-Inflation Sorgen. Dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise gelten als Risiko für die Konjunktur. Unternehmen und Verbraucher könnten Anschaffungen aufschieben, weil sie erwarten, dass es bald noch billiger wird. Die Notenbank strebt mittelfristig eine Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Um die Inflation anzuheizen, flutet die EZB die Märkte derzeit mit billigem Geld.

asa/dpa/Reuters