Inflationsbekämpfung: Chinesische Börsen brechen um acht Prozent ein - DER SPIEGEL
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Inflationsbekämpfung Chinesische Börsen brechen um acht Prozent ein

Die chinesische Zentralbank hat die Rücklagenquote erhöht - und prompt werden die Börsen nervös. Der Handel in Peking und Shanghai brach vorübergehend um bis zu acht Prozent ein.
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Peking - Es waren vor allem die Finanztitel, die unter Druck kamen - und das hat einen Grund: Am Wochenende hatte die chinesische Zentralbank die obligatorischen Rücklagen zur Kreditvergabe für Banken erhöht. Sie will die verfügbare Geldmenge im Markt reduzieren und damit das enorme Wirtschaftswachstum der Volksrepublik abschwächen. Die Maßnahmen fielen deutlich schärfer aus als allgemein erwartet.

Doch die Inflationsbekämpfung stößt bei den Börsen auf wenig Gegenliebe: Der Shanghai-Index rutschte am Dienstag - dem ersten Handelstag nach einem Feiertag - um acht Prozent in den Keller. Es war der schwerste Kursrutsch an einem Tag seit mehr als einem Jahr, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Auch die Börsen auf dem chinesischen Festland reagierten - so gab etwa der H-Index um rund 5,4 Prozent nach. Auch der Composite Index der kleineren Börse im südchinesischen Shenzhen sackte um 8,02 Prozent auf 928,20 Punkte ab. Anleger befürchten dadurch eine Schwächung der Wertpapiermärkte.

sam/dpa-AFX/Reuters