Innovationsrat: Pierer fordert niedrigere Lehrlingsvergütung - DER SPIEGEL
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Innovationsrat Pierer fordert niedrigere Lehrlingsvergütung

Lehrlinge sollen nach Ansicht von Ex-Siemens-Chef Heinrich von Pierer künftig weniger verdienen. Zudem müssten manche Ausbildungsberufe hinterfragt werden, forderte der Vorsitzende des Rats für Innovation und Wachstum.
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Berlin - "Man muss darüber reden, dass man die Ausbildungsvergütung nicht so hoch zieht, dass mittelständische Unternehmen nicht mehr mitmachen können", sagte von Pierer gestern Abend in der ZDF-Sendung "Berlin Mitte".

Außerdem müssten die Ausbildungszeiten verkürzt und die richtigen Ausbildungsberufe angeboten werden, fügte der ehemalige Siemens-Vorstand hinzu. "Es hat doch keinen Sinn, die Leute zu Schlossern auszubilden, wenn man heute IT-Leute braucht." Der von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ins Leben gerufene Rat für Innovation und Wachstum hatte am Mittwoch zum ersten Mal getagt.

Von Pierer unterstützte damit den Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Ludwig Georg Braun, der sich zuvor ebenfalls für eine Senkung der Ausbildungsvergütung ausgesprochen hatte.

Braun hatte vorgeschlagen, dass sich etwa drei Azubis in einem mittelständischen Betrieb, der sich finanziell nur zwei Lehrlinge leisten könnte, den Lohn für zwei Azubi-Stellen zu dritt teilen sollten. Ausbildungskosten von rund 18.000 Euro pro Lehrling und Jahr hinderten viele kleine Firmen daran, mehr auszubilden, argumentierte der DIHK-Chef.

kaz/AFP/ddp