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Insider-Information

• aus DER SPIEGEL 13/1972
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Nach dem Skandal um eine großkalibrige Spende des US-Mischkonzerns International Telephone and Telegraph Corporation (ITT) an die Republikanische Partei (SPIEGEL 12/1972) bahnt sich eine neue ITT-Affäre an. Denn ITT-Chef Harold 5. Geneen und einige seiner Manager stehen in dringendem Verdacht, eigene ITT-Aktien widerrechtlich verkauft zu haben. Wie Untersuchungen der US-Börsenaufsichtsbehörde und eines Senats-Ausschusses ergaben, stießen die ITT-Gewaltigen ihre Papiere vergangenes Jahr in einem merkwürdig eng begrenzten Zeitraum ab: unmittelbar nach privaten Treffen mit Regierungsbeamten und kurz vor Bekanntgabe eines Vergleichs zwischen ITT und dem US-Justizministerium, durch den drei Antitrust-Verfahren gegen ITT beendet wurden. In elf Wochen hatten damals acht ITT-Bosse für 1,5 Millionen Dollar Aktien ihrer Firma verkauft. Nach den Regeln der Börsenaufsicht aber ist es Firmenangehörigen verboten, auf Grund von Insider-Informationen Aktien zu kaufen oder zu verkaufen.

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