Insiderhandel Auftragsflut für Staatsanwälte
Frankfurt am Main - "Insgesamt 25 Fälle liegen nun bei den Gerichten", sagte eine BAWe-Sprecherin am Dienstag in Frankfurt. Sie bestätigte damit einen entsprechenden Bericht von manager-magazin.de. Die Justiz müsse nun feststellen, ob Anleger internes Wissen für illegale Börsengeschäfte genutzt haben.
19 Untersuchungen hätten dagegen keine konkreten Verdachtsmomente ergeben, ergänzte die BAWe-Sprecherin. Andere Untersuchungen liefen noch. Im Jahr 2000 hatte das Amt 22 Fälle an die Staatsanwaltschaft abgegeben und 24 Verfahren eingestellt. 1995 - im Jahr der Gründung des BAWe - hatte es sieben Abgaben und 16 Einstellungen gegeben.
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In 30 von den insgesamt 55 Untersuchungen des Jahres 2001 seien Aktien des Neuen Marktes betroffen gewesen. "Wegen der allgemein schlechten Kursentwicklung wollten diejenigen, die internes Wissen hatten, wohl noch schnell ihre Anteile verkaufen", erklärte die Sprecherin. Kurz vor Ad-hoc-Meldungen hätten Kurs- und Umsatzsprünge bei den betroffenen Papieren darauf hingedeutet, dass einige Marktteilnehmer "von der jeweiligen Nachricht etwas früher gewusst" hätten.