Insolvenz Erste Pin-Tochter stellt Geschäft ein
Düsseldorf - Die West Mail Zustelldienste II GmbH wird nach dem 26. Februar keine Post mehr zustellen. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Kundeninformation. Das Unternehmen ist eine Tochter des insolventen Briefdienstleisters Pin mit Sitz in Mainz.
Von der Schließung sind rund 100 Mitarbeiter betroffen. Ein Sprecher des Pin-Insolvenzverwalters Bruno Kübler bestätigte den Bericht.
Auch weitere Arbeitsplätze bei Pin sind in Gefahr. Ab Ende Februar läuft für die 37 insolventen Firmen der Gruppe mit rund 7500 Mitarbeitern das Insolvenzgeld aus. Insgesamt beschäftigt Pin 9000 Menschen.
Pin, eine Tochter des Axel-Springer-Verlags, hatte stets vor der Einführung von Mindestlöhnen gewarnt. Nachdem in der Postbranche nun Lohnuntergrenzen gelten, macht das Unternehmen diese für seine wirtschaftlichen Probleme verantwortlich. Kritiker sagen allerdings, dass das Pin-Geschäftsmodell auch ohne Mindestlohn nicht tragfähig sei.
wal/ddp/dpa-AFX