Integration: US-Kette verkauft Pizza gegen Pesos - DER SPIEGEL
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Integration US-Kette verkauft Pizza gegen Pesos

Gäste der Pizza-Kette Patrón im Südwesten der USA können seit kurzem nicht nur mit Dollar, sondern auch Pesos bezahlen. In der Firmenzentrale gingen daraufhin Morddrohungen ein.
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Hamburg - Eine Pizza-Kette in den USA heizt die nationale Integrationsdebatte an. Seit einer Woche können Gäste in den Filialen von Pizza Patrón mit Dollars oder Pesos zahlen. Der Werbeslogan "Pizza por Pesos" bescherte der Firmenzentrale in Dallas mehr als 1000 E-Mails an nur einem Tag - der kleinere Teil davon war wohlwollend, wie die "New York Times" berichtet. Es habe sogar einige Morddrohungen gegeben.

Der Präsident und Gründer von Pizza Patrón, Antonio Swad, sei von der Empörung überrascht gewesen, berichtet die Zeitung. Sein Ziel sei es lediglich gewesen, die eigene Marke unter der lateinamerikanischen Bevölkerung bekannter zu machen. "Wir sind Geschäftsleute", so Swad.

Der Unternehmensgründer selbst ist laut "New York Times" Italo-Libanese, geboren und aufgewachsen in Columbus, Ohio. Als er 1986 seine erste Pizzeria in Dallas eröffnete, habe er gar kein Spanisch gesprochen. Er habe jedoch Perspektiven für sein Geschäft in der wachsenden hispanischen Minderheit gesehen. Viele seiner Kunden hätten Schwierigkeiten mit dem Englischen gehabt. Ein Jahr später benannte Swad sein Geschäft daher von "Pizza Pizza" in "Pizza Patrón" um, heuerte zweisprachiges Personal an und erweiterte sein Angebot um Pizza "La Mexicana". 2003 wuchs Pizza Patrón zum Franchise-Unternehmen.

Etwa 10 bis 15 Prozent des Umsatzes in seinen fünf Pizzerias in Dallas macht Swad dem Bericht zufolge in Pesos. Trotz der Kritik will er weiter dafür werben.

Mark Krikorian vom Center for Immigration Studies in Washington, das versucht, die Immigration zu begrenzen, äußerte sich gegenüber der "New York Times" besorgt über die Entwicklung. Die Lateinamerikaner hätten jetzt ihre eigene Pizza-Kette in den USA. Die Tatsache reflektiere "eine Art kulturelle Sezession".

John Echeveste, Mitbegründer der Hispanic Public Relations Association, sieht den Vorgang dagegen nicht als großen Trend. Es zeige aber die Bedeutung des wachsenden hispanischen Marktes. Mexikaner würden ihre US-Dollar beiderseits der Grenze ausgeben. Vom Marketing-Standpunkt her sei es egal, ob sich die Menschen legal im Land aufhielten, "wichtiger ist, ob sie Geld haben".

gro

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