Intel: Gewinn bricht ein - DER SPIEGEL
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Intel Gewinn bricht ein

Intel hat im zweiten Quartal einen schweren Gewinneinbruch erlitten. Analysten hatten jedoch mit Schlimmerem gerechnet.
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New York - Der Gewinn für das zweite Quartal 2001 betrage 854 Millionen Dollar, teilte das Unternehmen   am Dienstag nach Börsenschluss mit. Das sind 76 Prozent weniger als im zweiten Quartal 2000.

Der Umsatz liege bei 6,3 Milliarden Dollar - 24 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Damit erfüllte Intel die Erwartungen der Analysten, deren Konsensschätzung bei 6,29 Milliarden Dollar gelegen hatte.

Der Gewinn je Aktie beläuft sich auf 12 Cents. Analysten hatten laut der Thomson Financial/First Call-Umfrage nur 10 Cents erwartet. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es allerdings noch 50 Cents gewesen.

Für das dritte Quartal machte der Chip-Weltmarktführer keine klaren Vorhersagen. Der Umsatz werde wahrscheinlich erneut zwischen 6,2 und 6,8 Milliarden Dollar liegen. Die schwierige wirtschaftliche Lage mache allerdings genaue Prognosen unmöglich, hieß es. Analysten und Börsianer hatten auf ein deutlicheres Zeichen gehofft, wie sich der Chipmarkt in der zweiten Jahreshälfte entwickelt. Intels Erzrivale AMD, die Nummer Zwei im Chipmarkt, hatte vergangene Woche eine Gewinnwarnung für das dritte Quartal ausgegeben. Der Gewinn im zweiten Quartal war um 92 Prozent eingebrochen.

Intel-Chef Craig Barrett zeigte sich zufrieden mit den Zahlen. "Die Quartalszahlen haben unsere Erwartungen erfüllt", betonte er. Das Wachstum im Prozessorenmarkt sei höher als erwartet, das Geschäft mit Flash-Speichern sei allerdings schwach.

Die Zahlen von Intel sind der erste Höhepunkt in einer Woche, in der rund ein Drittel der im Standard&Poors Index gelisteten Firmen ihre Quartalszahlen bekanntgeben. Die Intel-Aktie gab im nachbörslichen Handel an der Nasdaq nach. Im regulären Handel hatte sie 2,64 Prozent höher geschlossen.

Preiskampf ruiniert AMD und Intel

Eine Hauptursache für den Gewinneinbruch bei AMD und Intel ist der runinöse Preiskampf bei den Prozessoren. Vergangene Woche hatte AMD die Umsatzeinbußen durch Kampfpreise auf 115 Millionen Dollar allein im zweiten Quartal beziffert. Bei einem Gesamtumsatz von 1,7 Milliarden Dollar keine Peanuts: Verliert AMD im nächsten Quartal noch einmal über 100 Millionen Dollar, dann rutscht die Firma in die roten Zahlen.

Nicht zuletzt auf Grund der Kampfpreise hat AMD jedoch seinen Marktanteil gegenüber Intel stetig ausbauen können. Im zweiten Quartal waren es laut Mercury Research bereits 22,2 Prozent - gegenüber 16 Prozent vor einem Jahr. Intel rutschte in dem gleichen Zeitraum von 83,2 auf 76,2 Prozent.

AMD-Chef Jerry Sanders zeigte sich vergangene Woche überrascht über die "nie gesehene Aggressivität" Intels. Doch nachgeben will keiner der beiden. Sanders kündigte an, AMD werde Intels Preise weiterhin unterbieten. Intel nahm die Herausforderung an: Am Montag senkte der Weltmarktführer die Preise für seine Prozessoren um bis zu 37 Prozent.