Intel Gewinneinbruch lässt Anleger kalt
New York - Der Gewinn von Intel ist im ersten Quartal 2001 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 82 Prozent auf 485 Millionen Dollar gefallen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss in New York mit.
Ohne die Ausgaben für Übernahmen erreicht der Quartalsgewinn 1,1 Milliarden Dollar - immer noch ein Minus von 64 Prozent. Der Umsatz schrumpfte um 16 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar.
Pro Aktie bleibt ein Gewinn von 16 Cents. Damit liegt Intel noch über den Erwartungen der Analysten, die mit 15 Cents gerechnet hatten. Deshalb zogen die Intel-Aktien im nachbörslichen Handel um 8,1 Prozent auf 28,15 Dollar an.
"Unser Mikroprozessoren-Geschäft scheint sich stabilisiert zu haben", erklärte Intel-Chef Craig Barrett. Für die zweite Jahreshälfte sei deshalb mit einer Erholung zu rechnen. Intel erwirtschaftet rund 80 Prozent seines Umsatzes mit Halbleitern für die Computerindustrie. Bei Kommunikationsprodukten sei allerdings eine andauernde Schwäche zu spüren, sagte Barrett.
Für das zweite Quartal erwartet Intel einen Umsatz zwischen 6,2 Milliarden Dollar und 6,8 Milliarden Dollar. Die Firma plant für das Gesamtjahr Forschungs- und Entwicklungsausgaben von rund 4,2 Milliarden Dollar und Investitionen von 7,5 Milliarden Dollar.
Analysten äußerten sich eher verhalten zu den Zahlen und dem Ausblick des Branchenführers. "Die Zahlen selbst vermitteln ein ziemlich düsteres Bild", sagte Drew Peck vom Investmenthaus SG Cowen & Co. Viel hänge davon ab, ob man stattdessen Barretts Äußerungen zur Stabilisierung des Chipgeschäfts Glauben schenke wolle.