Intel/Media Markt: Kartellstreit spitzt sich zu - DER SPIEGEL
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Intel/Media Markt Kartellstreit spitzt sich zu

Die EU-Wettbewerbskommission ermittelt bereits gegen Intel und die Media-Markt-Kette, nun schaltet sich auch das deutsche Kartellamt ein. Den Unternehmen wird vorgeworfen, wettbewerbswidrige Absprachen zu Lasten von AMD getroffen zu haben.
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Bonn - Das Bundeskartellamt hat eine Beschwerde gegen den US-Chipkonzern Intel   und die Saturn- und Media-Märkte wegen angeblicher rechtswidriger Absprachen erhalten, teilte Kartellamtspräsident Ulf Böge mit. Die Beschwerde werde geprüft.

Am vergangenen Montag hatte die Wettbewerbsbehörde noch dementiert, dass es Anhaltspunkte für wettbewerbswidrige Absprachen zwischen Intel und der zum Handelskonzern Metro   gehörenden Media-Saturn-Holding gibt.

Die "Financial Times Deutschland" hatte zuvor berichtet, dem Kartellamt liege ein interner Schriftwechsel zwischen der Media-Saturn-Holding und einem Lieferanten vor, der einen Exklusivvertrag zwischen der Elektronikfachmarktkette und Intel belege. Demnach soll Intel dafür gesorgt haben, dass Wettbewerber wie der Chiphersteller AMD   ihre Produkte nicht über einen der größten deutschen PC-Händler verkaufen könnten.

EU hat Intels Geschäftsräume durchsucht

Inhaltlich wollte sich Böge zu der nun eingegangenen Beschwerde noch nicht äußern, verwies aber darauf, dass es schon ein Verfahren gegen Intel bei der EU-Kommission gebe. Das Kartellamt müsse nun auch prüfen, ob die erhobenen Vorwürfe nicht besser nach Brüssel weitergeleitet werden könnten, sagte er.

Die EU-Kommission beobachtet das Verhalten von Intel schon seit Jahren. Vor einem Jahr waren im Zuge dieses Verfahren bereits Geschäftsräume von Intel in München durchsucht worden.

Intel hat die Vorwürfe über Absprachen als falsch zurückgewiesen. AMD wirft seinem großen Konkurrenten seit Jahren auch in den USA und in Japan vor, kartellrechtswidrige Absprachen mit Computer-Herstellern und -Händlern zu tätigen.

itz/mm.de/ddp/dpa