Intel/Media Markt Kartellstreit spitzt sich zu
Die "Financial Times Deutschland" hatte zuvor berichtet, dem Kartellamt liege ein interner Schriftwechsel zwischen der Media-Saturn-Holding und einem Lieferanten vor, der einen Exklusivvertrag zwischen der Elektronikfachmarktkette und Intel belege. Demnach soll Intel dafür gesorgt haben, dass Wettbewerber wie der Chiphersteller AMD ihre Produkte nicht über einen der größten deutschen PC-Händler verkaufen könnten.
EU hat Intels Geschäftsräume durchsucht
Inhaltlich wollte sich Böge zu der nun eingegangenen Beschwerde noch nicht äußern, verwies aber darauf, dass es schon ein Verfahren gegen Intel bei der EU-Kommission gebe. Das Kartellamt müsse nun auch prüfen, ob die erhobenen Vorwürfe nicht besser nach Brüssel weitergeleitet werden könnten, sagte er.
Die EU-Kommission beobachtet das Verhalten von Intel schon seit Jahren. Vor einem Jahr waren im Zuge dieses Verfahren bereits Geschäftsräume von Intel in München durchsucht worden.
Intel hat die Vorwürfe über Absprachen als falsch zurückgewiesen. AMD wirft seinem großen Konkurrenten seit Jahren auch in den USA und in Japan vor, kartellrechtswidrige Absprachen mit Computer-Herstellern und -Händlern zu tätigen.
itz/mm.de/ddp/dpa