Intel-Quartalszahlen Weniger Gewinn, mehr Marge
Santa Clara - Der Nettogewinn sei auf 915 Millionen Dollar von 936 Millionen Dollar im Vorjahr gesunken, teilte Intel am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Angesichts einer unerwartet hohen Gewinnspanne im ersten Quartal kletterte der Intel-Aktienkurs im nachbörslichen Handel auf 18,03 Dollar. Zuvor hatten Intel-Titel den regulären Handel bei 17,13 Dollar beendet.
Während der Gewinnrückgang weithin erwartet worden war, konzentrierten sich die Investoren nach Analystenangaben vor allem auf die Gewinnspanne bei Intel. Analyst Michael McConnel von Pacific Crest Securities bezeichnete diese Kennziffer in der Intel-Bilanz als "freudige Überraschung". Die Bruttogewinnspanne, die den prozentualen Anteil des Umsatzes nach Abzug der Produktionskosten benennt, lag bei Intel im ersten Quartal bei 52 Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen mit etwas unter 50 Prozent gerechnet.
Klassische Chips weiterhin die Cash-Cow
Der Umsatz habe auf 6,75 Milliarden Dollar von 6,78 Milliarden Dollar abgenommen, teilte Intel weiter mit. Für das laufende zweite Quartal, das für das Unternehmen üblicherweise schwach ausfällt, geht Intel nach eigenen Angaben von einem Umsatz von 6,4 Milliarden bis sieben Milliarden Dollar aus.
Das Geschäft mit Prozessoren, das 80 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, habe sich besser entwickelt als erwartet, sagte Intel-Finanzchef Andy Bryant. Hingegen habe der Umsatz mit Flash-Speicherchips, die zum Beispiel in Handys eingesetzt werden, die Prognosen verfehlt.
Intel hatte im vergangenen Monat seine Umsatzprognose auf 6,6 Milliarden bis 6,8 Milliarden Dollar reduziert. Davor war das Unternehmen noch von 6,5 bis sieben Milliarden Dollar Umsatz ausgegangen.