Intel-Rivale AMD stärkt sich durch Übernahme
Bis Ende nächsten Jahres rechnet AMD damit, seine operativen Aufwendungen um etwa 75 Millionen Dollar zu senken. AMD und ATI zusammen würden derzeit nach den Angaben mit 15.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von etwa 7,3 Milliarden Dollar erzielen.
AMD will alle ausstehenden ATI für 4,2 Milliarden Dollar in bar sowie 57 Millionen AMD-Aktien kaufen. Auf Grundlage des Freitags-Schlusspreises der AMD-Aktie von 18,26 Dollar wird der ATI-Titel damit mit 20,47 Dollar bewertet. Davon zahle der Computerchip-Hersteller 16,40 Dollar in bar und 0,22 Dollar in eigenen Aktien. AMD plant, auch Schulden zu machen, um den Baranteil der ATI-Übernahme zu finanzieren. Die US-Gesellschaft erhielt nach eigenen Angaben eine Kreditzusage über 2,5 Milliarden Dollar von Morgan Stanley Senior Funding.
ATI Technologies stellt unter anderem Grafik-Chips, Chips für PC-Plattformen und Apple -Computer sowie digitale Medienanwendungen her. Im vergangenen Jahr setzten die Kanadier 2,2 Milliarden US-Dollar um. In Amerika, Europa und Asien beschäftigt ATI nach den Angaben etwa 4000 Menschen.
Der weltgrößte Softwareanbieter Microsoft äußerte sich positiv zu der geplanten Milliarden-Übernahme. Microsoft plant, bald sein neues Betriebssystem "Windows Vista" auf den Markt zu bringen. "Wir sind begeistert angesichts des Potentials, das gemeinsame Produkte von AMD und ATI haben können, um unseren Kunden das 'Vista'-Erlebnis noch näher zu bringen", sagte Microsoft-Manager Jim Allchin.
tim/dpa-AFX