Internes Memo: Yahoo soll 2000 Jobs abbauen - DER SPIEGEL
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Internes Memo Yahoo soll 2000 Jobs abbauen

Der US-Internetkonzern Yahoo muss nach Auffassung von Vizepräsident Garlinghouse bis zu 20 Prozent der derzeit weltweit knapp 10.000 Arbeitsplätze abbauen, um wieder profitabler zu werden. Das schrieb er im "Erdnussbutter"-Memo, das das "Wall Street Jornal" jetzt veröffentlichte.
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Viele Yahoo-Positionen seien quer durch den Konzern hinweg vollkommen überflüssig doppelt besetzt, schrieb Garlinghouse in dem Dokument, das vergangenen Monat die Runde im Unternehmen machte. "Es sind hier so viele Leute verantwortlich (oder, sie glauben, verantwortlich zu sein), dass gar nicht mehr klar ist, wer was zu sagen hat." In welchen Ländern der Rotstift genau anzusetzen sei, sagte Garlinghouse nicht. Yahoo hat auch in Deutschland eine Niederlassung.

Im "Peanut Butter Manifesto", wie es Garlinghouse nennt, schreibt er: Yahoos Investmentstrategie sei, als ob man Erdnussbutter zu dünn auf eine Scheibe Brot streiche. Die Firma wolle es allen Recht machen, und verzettele sich daher. "Ich bin der Auffassung, dass wir unsere Probleme und Herausforderungen annehmen und entschieden in Aktion treten müssen." Und: "Ich hasse Erdnussbutter."

Yahoo leidet seit längerem unter rückläufigen Werbe-Einnahmen und der Konkurrenz wie Google. Allein im dritten Quartal brach der Gewinn um mehr als ein Drittel ein. Yahoo-Aktien verloren dieses Jahr bislang 31,5 Prozent an Wert.

Garlinghouse ist seit dreieinhalb Jahren bei Yahoo. Er gilt als äußerst einflussreich. Dem "Wall Street Journal" zufolge wurde Memo vom Management wohlwollend aufgenommen. Garlinghouse habe den Auftrag bekommen, ein internes Komitee zu leiten und die von ihm erhobenen Kritikpunkte zu untersuchen.

jul/rts