Internet: DoubleClick plant Börse für Online-Werbung - DER SPIEGEL
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Internet DoubleClick plant Börse für Online-Werbung

Es ist ein Markt, der Begehrlichkeiten weckt. Die von Google, Microsoft und Yahoo umworbene Online-Marketingfirma DoubleClick will eine Börse für Internet-Werbung gründen. Und wird damit als Übernahmeziel noch attraktiver.
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New York - DoubleClick wolle seine Pläne noch heute bekannt geben, berichtete die "New York Times". Geplant sei eine der Nasdaq   ähnliche Börse, an der digitale Werbung gekauft und verkauft werden kann. Nach Einschätzung von Branchenexperten werde DoubleClick damit als Übernahmeziel noch attraktiver, hieß es in dem Zeitungsbericht.

Der geplante Service helfe sowohl Mediaagenturen, ihre Werbung effektiver zu verkaufen, als auch Firmen, die nach Werbebannern und Anzeigen suchten. Für diese plane DoubleClick auch eine Software, die möglichst viel Platz für die Werbung generiere.

DoubleClick-Chef David Rosenblatt beschrieb die Börse als "Mix aus Ebay   und Sabre", das elektronische Reservierungssystem von Fluglinien, das Reisebüros nutzen. So sollen zum Beispiel auf der einen Seite Mediaagenturen sehen können, was Konkurrenten für den gleichen Werbeplatz bieten, und auf der anderen Seite Anbieter die Garantie erhalten, dass sie ihren Werbeplatz zum besten Preis verkaufen.

Begehrlichkeiten bei Google und Microsoft

Große Internetfirmen wie Google   und Microsoft   haben das Potential einer solchen Dienstleistung schon erkannt - und gehören laut "Wall Street Journal" zu ernsthaften Kaufinteressenten des seit 1996 bestehenden Unternehmens. Anfang der Woche war bereits von einem Kaufpreis von etwa zwei Milliarden Dollar die Rede. DoubleClick gehört mehrheitlich der US-Beteiligungsgesellschaft Hellman & Friedman.

Ein Vorläufer der geplanten Börse soll noch im dritten Quartal dieses Jahres getestet werden, unter den Testteilnehmern sind advertising.com, eines der größten Werbenetzwerke, und Media Contacts, eine interaktive Mediaagentur. "Wir haben schon jetzt die größten Käufer und Verkäufer", sagte Rosenblatt der "New York Times". "Mit der Börse verbinden wir diese zum ersten Mal."

sam/Reuters