Internet Explorer Opera legt Beschwerde gegen Microsoft ein
Brüssel - Opera, Hersteller des gleichnamigen Browsers, wirft Microsoft vor, seine Monopolstellung bei den PC-Betriebssystemen auszunutzen. Der Internet Explorer werde mitgeliefert, jedoch fehlten die Alternativen.
Falls die EU-Kommission zu dem Schluss kommen sollte, dass der Verdacht gerechtfertigt ist, könnte sie ein Verfahren eröffnen, bei dem ein hohes Bußgeld droht. "Wir gucken uns das genau an", sagte der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes heute.
"Natürlich arbeiten wir mit der Untersuchung zusammen, aber wir glauben, dass die Einbindung des Browsers in das Betriebssystem den Kunden zugute kommt", erklärte Microsoft. Darüber hinaus könnten Kunden und PC-Hersteller schon jetzt jeden Browser, den sie wollten, auswählen.
Opera warf Microsoft zudem vor, sich nicht an allgemein akzeptierte Web-Standards zu halten und es damit Entwicklern zu erschweren, untereinander kompatible Programme zu schreiben. Microsoft erklärte dazu, der Browser Internet Explorer sei schon seit mehr als einem Jahrzehnt Teil von Windows und unterstütze zahlreiche Webstandards.
Der Browser Opera ist vor allem bekannt für seinen geringen Speicherbedarf und seine Schnelligkeit. In der Beliebtheit liegt er aber deutlich hinter dem Internet Explorer von Microsoft und Firefox. Die Firma Opera konzentriert sich derzeit auf die Weiterentwicklung des Browsers Opera Mini, der auf Mobilgeräten wie Handys zum Einsatz kommt. Dort ist Microsoft weniger präsent als auf den PCs.
pav/dpa/AP