Internet: Lycos Europe geht an die Börse - DER SPIEGEL
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Internet Lycos Europe geht an die Börse

Gerüchte gab es schon länger. Jetzt wird es ernst um den Börsengang von Lycos Europe. Noch in der ersten Jahreshälfte strebt das Internet-Unternehmen durch Ausgabe neuer Aktien die Aufnahme in den Neuen Markt an.
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Gütersloh - "Die Kapitalerhöhung wird die Mittel zur Finanzierung unserer zukünftigen Wachstumsstrategie liefern", sagte Lycos-Europe-Chef Christoph Mohn. Der Streubesitz werde rund 20 Prozent betragen. Das Unternehmen erhoffe sich von dem Börsengang Einnahmen zwischen 300 und 500 Millionen Euro. Konsortialführer für die Aktienemission sollen den Angaben zufolge die Deutsche Bank und Goldman Sachs sein.

Lycos Europe ist mit Webseiten in elf Sprachen europaweit präsent. Das Netzwerk soll durch ein Joint Venture mit bekannten Internet-Marken wie den Suchmaschinen Fireball und HotBot sowie MP3-Anbieter und Online-Communities weiter gestärkt werden. Dadurch wird Lycos Europe eigenen Angaben zufolge in der Besucher-Rangfolge die Nummer zwei aller Internetangebote in Deutschland und Europa.

Die Altaktionäre würden für den Börsengang keine Titel abgeben, teilte das Unternehmen mit. Bisher gehören der US-amerikanischen Muttergesellschaft Lycos Inc. 50 Prozent des Unternehmens. 31,1 Prozent hält die Bertelsmann AG, Christoph Mohn besitzt die restlichen 18,9 Prozent.