Internet-Telefonie Microsoft und AOL trumpfen auf
New York - Der Softwarekonzern will zusammen mit der Telekommunikationsfirma Qwest ab 2006 einen Internet-Telefondienst für kleine und mittlere Unternehmen anbieten. Dabei würden die Internet-Telefonie-Technologie von Microsoft mit dem OneFlex-Internet-Telefondienst von Qwest kombiniert, teilten beide Unternehmen heute mit. Qwest sei damit der erste Anbieter, der die Microsoft-Technologie in den Internet-Telefondienst integriere.
Der Medienkonzern Time Warner hat ebenfalls heute den Start eines Internet-Telefondienstes angekündigt, der von der Tochter AOL angeboten werden soll. Dieser soll Anfang Oktober starten.
Viele Telekommunikationsanbieter versuchen derzeit, den Markt der Internet-Telefonie zu erschließen. Sie versprechen sich davon eine Kostenersparnis sowie die Möglichkeit, neue Dienste anzubieten. Im Gegensatz zur traditionellen Festnetztelefonie wird bei der Internet-Telefonie das Gespräch in einzelnen Datenpaketen über das Internet gesendet.
Vor gut zwei Wochen hatte das Online-Auktionshaus Ebay mitgeteilt, man werde für insgesamt vier Milliarden Dollar die Internet-Telefongesellschaft Skype Technologies übernehmen. Die Software der in Luxemburg ansässigen Firma ermöglicht bereits heute weltweit rund 51 Millionen Nutzern kostenlose Telefonate über das Internet. Angeblich soll vor kurzem auch der Zeitungszar Rupert Murdoch erfolglos mit dem Netztelefonie-Anbieter verhandelt haben.